Wettbewerbsvorbereitungen laufen auf Hochtouren - Kunstflugwoche steht vor der Tür

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Wettbewerbsvorbereitungen laufen auf Hochtouren

 

Vom Einsteigerwettbewerb bis zur Weltmeisterschaft – die Segelflieger vom Luftsportverein Sauerland nehmen an einigen Wettbewerben in diesem Jahr teil

 

 

 

Küntrop. Die Mitglieder des Luftsportvereins Sauerland e.V. bereiten sich in diesen Wochen auf zahlreiche Wettbewerbe vor, an denen insgesamt 4 Pilotinnen und Piloten teilnehmen. Die Leistungsflieger sind dabei in ihren Disziplinen gemischt: Der Segelflugsport teilt sich in zwei Sparten auf: Streckensegelflug und Kunstflug.

 

Beim Kunstflug geht es darum, verschiedene Figuren zu einem Programm zusammenzufügen und diese dann in der Luft „nachzufliegen“. Auf einem Wettbewerb gibt es verschiedene Variationen davon: Manche Programme sind vorgebeben, bei manchen dürfen Figuren hinzugefügt werden. Ein Kunstflugwettbewerb teilt sich in die Klassen sportsman, advanced und unlimited auf – wobei die „unlimited class“ als die Königsdisziplin gilt, die die anspruchsvollsten Figuren enthält. Vereinsmitglied Michael Spitzer wird in diesem Jahr sowohl an der Deutschen Meisterschaft als auch auf der Weltmeisterschaft in Zbraslavice (CZ) in der unlimited class im Segelkunstflug teilnehmen. Er ist Mitglied der Deutschen Segelkunstflugnationalmannschaft und trainiert in diesen Wochen fleißig für seine Wettbewerbe. „Dabei ist es wichtig, dass sich jemand vom Boden aus meine Kunstflüge anschaut. Die Jury, die die Flüge bewertet, sitzt schließlich auf der WM auch am Boden. Beim Training sind es Mitglieder aus der Nationalmannschaft oder andere Fliegerkollegen, die per Sprachaufnahme meine Flüge kommentieren und sich anschließend mit mir zusammensetzen und Verbesserungsvorschläge geben“, erklärt Spitzer. Der 33-jährige organisiert vom 20.04. bis zum 01.05. ein kleines Trainingslager auf dem Flugplatz Werdohl-Küntrop. Teilnehmen werden besonders Segelkunstflieger aus Nordrhein-Westfalen, die ebenfalls Teil der Deutschen Nationalmannschaft sind. Deshalb werden in der kommenden Woche oft Flugzeuge am Himmel über Küntrop zu sehen sein, die auch mal „auf dem Kopf“ fliegen – viele werden das von Flugtagen oder Airshows kennen. Vorsitzender Joachim Kneer freut sich, den Kunstfliegern dieses Training zu ermöglichen: „Wir waren von Anfang an offen für diese Idee! Es ist großartig, dass wir mit unserem leistungsstarken Schleppflugzeug und unserer Infrastruktur die Kunstflieger bei ihren Vorbereitungen unterstützen können!“ Die Flugzeuge der Kunstflieger sind ganz besondere, denn nicht jedes Segelflugzeug ist für den Kunstflug zugelassen. Fliegen werden die Trainierenden auf dem MDM1 Fox und auf einem Swift S1.

 

Ganz andere Flugzeuge benutzen die Streckensegelflieger des Vereins: Mit LS4, LS8 und einem Ventus 2cxt nehmen Sven Friedriszik, Matthias Schucka und Mirja Klicks in diesem Jahr an verschiedenen Wettbewerben teil. Für Friedriszik wird das der erste Wettbewerb in seiner Segelflieger-Laufbahn sein. „Ich freue mich darauf viele Erfahrungen zu sammeln. 35 Flieger nehmen an dem Wettbewerb teil, davon 12 in meiner Klasse. Der Wettbewerbsflug bietet eine ganz neue Form des Fliegens für mich, daher setze ich mir als Ziel, nicht Letzter zu werden.“ Um sich auf den Wettbewerb vom 10.-20.05. auf der Mönchsheide vorzubereiten, wird Friedriszik versuchen in den nächsten Wochen möglichst oft in die Luft zu kommen und dabei eine vorher geplante Strecke in möglichst kurzer Zeit nachzufliegen.

 

Im Anschluss an Friedrisziks Wettbewerb nimmt der 26-jährige Matthias Schucka an einer Qualifikationsmeisterschaft für die im darauffolgenden Jahr stattfindende Deutsche Meisterschaft teil. Vom 19.-26.06. misst er sich mit anderen erfolgreichen Streckenfliegern auf dem Flugplatz Erbach bei Ulm. In seiner Klasse starten 18 Flugzeuge, am Wettbewerb nehmen insgesamt 40 Pilotinnen und Piloten teil. „Zum einen macht die Lage an der südlichen Grenze der Schwäbischen Alb, die bekannt ist für ihre guten thermischen Bedingungen, diese Qualifikationsmeisterschaft für mich so besonders. Zum anderen nehmen 11 meiner Freunde aus verschiedenen Vereinen in Deutschland teil, sodass das Fliegen im Team besonders Freude breiten wird. Außerdem ist es für mich die erste Meisterschaft in der Seniorenwertung – ab dem 25. Lebensjahr ist man kein Junior mehr. Viele, die dort mitfliegen haben langjährige Erfahrung, das wird eine Herausforderung für mich“, freut sich Schucka auf den Wettbewerb. Sein Ziel ist dabei eine Platzierung unter den Top 6. Um dieses erreichen zu können will auch Schucka versuchen in den nächsten Wochen möglichst viel zu fliegen. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit den Gegebenheit vor Ort, wie beispielsweise der Topografie, den Lufträumen, etc. Außerdem trainiert er mental, wartet das Flugzeug vorher gründlich und bespricht Taktiken mit seinen Freunden, mit denen er im Team fliegen wird. 

 

Der erste Wettbewerb, an dem die Sauerländer Segelflieger teilnehmen, wird von Mirja Klicks vom 27.04. bis zum 05.05. bestritten. Sie nimmt am 26. Internationalen Gliding Cup in Klix teil, der einen sehr großen Wettbewerb in der Segelflugszene darstellt: Insgesamt starten 105 Flugzeuge in vier verschiedenen Klassen. Für Mirja machen vor allem die familiäre Atmosphäre und der internationale Charakter den Wettbewerb besonders. „Die zu fliegenden Strecken sind anspruchsvoll, führen sogar bis nach Polen und Tschechien. Geflogen wird auf hohem Niveau, aber ohne großartiges Konkurrenzdenken“, freut sich Klicks auf die bevorstehende Woche. Sie sieht den Wettbewerb vor allem als Eröffnung der Wettbewerbssaison und Training für zwei weitere Wettbewerbe, die sie in diesem Jahr mitfliegen wird: Die Qualifikationsmeisterschaft für die Deutsche Meisterschaft in Hockenheim und die Deutsche Meisterschaft der Frauen in Lachen-Speyerdorf.

 

Der Luftsportverein Sauerland startet mit der Trainingswoche der Kunstflieger in eine aufregende und vielversprechende Saison, die einige sportliche Erfolge für die Fliegerinnen und Flieger bereithalten könnte.

 

Leistungsflieger planen Saison 2018

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Leistungsflieger planen die Saison

 

 

Am vergangenen Freitag trafen sich die Leistungsflieger des Luftsportvereins Sauerland e.V., um die Flugsaison 2018 zu planen. Der 26-jährige Neuenrader Matthias Schucka ist Streckenflugreferent im Verein und hatte zum Treffen eingeladen. Zu Beginn ließ er die vergangene Saison Revue passieren, um daraus Positives sowie Verbesserungen ableiten zu können. Besonders erfreut war Schucka über den Gewinn eines modernen Instruments, das die Segelflugkommission des Landesverbandes NRW demjenigen Verein, der die meisten Leistungsabzeichen eingereicht hatte, gespendet hat: „Bereits zum zweiten Mal konnten wir das Butterfly-Gerät gewinnen. Wir bauen es in unseren Einsitzer vom Typ LS4, sodass sich auch Streckenfluganfänger und bereits fortgeschrittene Segelflugschüler mit dem Gerät vertraut machen können.“ Im Jahr 2017 legten 20 Pilotinnen und Piloten in 95 Flügen ca. 20.000 km im Segelflug zurück – erst einmal klingt das nach einer großen Zahl, doch die Flieger waren sich schnell einig: „Wir haben in vergangenen Jahren gezeigt, dass wir mehr schaffen können und das wollen wir in dieser Saison in Angriff nehmen!“, versprach Schucka.

 

Der Leistungssegelflug hat verschiedene Sparten, ein Großteil der Scheininhaber des Luftsportvereins konzentriert sich auf den Streckensegelflug. Dabei geht es darum große Strecken ohne Motorhilfe möglichst schnell zurück zu legen. Landes- und Bundesweite Wertungen erfolgen in einem Onlineportal, worin die Piloten Loggeraufzeichnungen hochladen, die dann bewertet werden. Dabei findet unter anderem eine Ligawertung statt, an der die Sauerländer-Segelflieger in dieser Saison teilnehmen wollen. Geflogen wird in 19 Runden, die 19 Wochenenden entsprechen. Eine unbegrenzte Anzahl von Piloten kann dort mitfliegen, in die Wertung gehen die drei schnellsten Flüge pro Tag ein. „Keiner ist dabei gezwungen eine besonders weite Strecke oder besonders lange zu fliegen. Auch schnelle Flüge von ca. 2,5 Stunden, die vergleichsweise nah am Flugplatz stattfinden, können uns Punkte bringen“, erläutert Mirja Klicks, die selbst Mitglied der Bundeskommission Segelflug im Dachverband des Luftsportvereins, dem Deutschen Aeroclub, ist. Mit der aktiven Teilnahme an der Fliegerei in der Landesliga verspricht sich der Verein besonders Streckenflug-Neulinge ansprechen zu können, die sich zu Beginn Strecken zwischen 100 und 300 Kilometern vornehmen. Matthias Schucka freut sich auf dieses Vorhaben: „Durch das Landesliga-Fliegen erhoffen wir uns vor allem die Aktivität im Streckensegelflug zu erhöhen und unseren Nachwuchs an das Leistungsfliegen heranzuführen. Aber auch wir, die schon viel Erfahrung haben, freuen uns darauf, denn im Team macht das Fliegen dann noch mehr Freude!“

 

Der 17-jährige Neuenrader Jonas Schmidlin freut sich besonders auf das Fliegen in der Segelflug-Liga: „Dadurch haben auch wir als Nachwuchs-Flieger die Möglichkeit zum Erfolg beizutragen und Vieles zu lernen! Ich bin gespannt auf die vielen Flüge in diesem Jahr!“ Begleitet werden sollen die Streckenflug-Anfänger oder auch Wiedereinsteiger durch die Fluglehrer. „Unsere Ausbildungsflüge werden je nach Möglichkeit auch auf die Ligafliegerei ausgerichtet. Wir werden bei Streckenflügen ebenfalls darauf achten, die Bestimmungen für die Wertung einzuhalten“, kündigt Ausbildungsleiter Ludwig Fellenberg an. Lothar Müller steht als Trainer und Fluglehrer ebenfalls für Streckenflüge mit Schülern sowie frischen Scheininhabern zur Verfügung.

 

Nicht nur das Fliegen in der Landesliga steht in dieser Saison auf dem Programm, auch die Teilnahme an Wettbewerben steht im Fokus. Mirja Klicks wird an einem internationalen Wettbewerb, an einer Qualifikationsmeisterschaft für die allgemeine Deutsche Meisterschaft im kommenden Jahr, sowie an der Deutschen Meisterschaft der Frauen teilnehmen. Außerdem möchte sie versuchen, neben ihren zwei bereits bestehenden Geschwindigkeitsrekorden im Segelflug, Weitere zu erreichen. Matthias Schucka möchte bei einem Qualifikationswettbewerb für die Deutsche Meisterschaft die Top Ten erreichen und einen 850km-Dreiecksflug absolvieren. Sven Friedriszik, Stellvertretender der Segelfluggruppenleitung, nimmt in diesem Jahr ebenfalls an einem Wettbewerb teil. „Da es mein erster Wettbewerb im einsitzigen Segelflugzeug ist, möchte ich in erster Linie viele Erfahrungen sammeln und lehrreiche Flüge erleben. Mein Ziel in dieser Saison ist es, eine Dreiecksstrecke von 500km im Segelflugzeug zurückzulegen“, kündigt Friedriszik an. Neben den Streckenfliegern wird Michael Spitzer sowohl an der Deutschen Meisterschaft als auch an der Weltmeisterschaft im Kunstflug teilnehmen. Dabei startet er in der sogenannten „unlimited class“, der Königsdisziplin im Segelkunstflug.

 

„Wir haben viel vor in dieser Saison. Bei all diesen Zielen und den tollen Erlebnissen, die wir dabei haben werden, darf jedoch die Sicherheit nicht zu kurz kommen“, führte Schucka weiter fort. Dazu hatte er die Änderungen der Luftraumstruktur, vergleichbar mit Verkehrsregeln und Durchflugverboten für Flieger, vorgestellt und Konsequenzen, die sich daraus für mögliche Flüge ergeben, analysiert. Friedriszik hielt eine Präsentation über sicheres Außenlanden. So nennen es die Segelflieger, wenn sich keine Thermik (Aufwinde) auf einer Strecke mehr finden lässt und sie auf einem Acker landen müssen, sollte kein Flugplatz in der Nähe sein. „Durch eine Außenlandung auf einem uns unbekannten Feld entsteht immer ein höheres Risiko, das jedoch durch entsprechende Vorbereitung verringert werden kann“, betonte der Neuenrader. Die versammelten 18 Pilotinnen und Piloten folgten aufmerksam und die Erfahreneren berichteten von eigenen Außenlande-Erlebnissen, von denen alle Teilnehmer lernen konnten. Von der ein oder anderen Anekdote wurde dabei auch erzählt, sodass der Abend neben konzentrierter Planung, motivierendem Engagement und der Entschlossenheit zum „Durchstarten“ in der kommenden Saison auch viel Spaß mit sich brachte. „Es war ein gut besuchter Streckenflugabend, der uns alle für die Saison motiviert und vorbereitet hat und somit unsere Aktivität fördern wird“, resümiert Schucka am Ende der Veranstaltung.

 

Jahreshauptversammlung 2018

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Positives Fazit aus einem verregneten Fliegerjahr

 

Obwohl das Wetter den gesteckten Zielen der Flieger des Luftsportvereins Sauerland einen Strich durch die Rechnung machte, waren die Mitglieder am 09. März bei ihrer Jahreshauptversammlung mit dem Jahr 2017 zufrieden.

 

Neben den Erfolgen von Mirja Klicks, Matthias Schucka und Sven Friedriszik bei diversen Wettbewerben im Streckensegelflug und von Michael Spitzer auf der Weltmeisterschaft im Segelkunstflug sind die Mitglieder vor allem von der großen Anzahl an neuen Mitgliedern begeistert. Im Segelflug zählt der Verein acht neue Schüler, die zwischen April und Juli mit der Ausbildung zum Segelflugpiloten begonnen haben. „Wir sind gespannt auf die kommende Flugsaison 2018, von der wir uns vor allem in der Segelflugausbildung viel versprechen. Mit einem so großen Team an Flugschülern dürfte uns Fluglehrern wohl nicht langweilig werden“, freut sich Ausbildungsleiter Ludwig Fellenberg mit einem Augenzwinkern. Im kommenden Jahr soll das Fluglehrerteam im Luftsportverein um zwei Kräfte verstärkt werden: Henning Pewny für den Segelflug und Michael Spitzer für den Motorflug. Die Motorflugausbildung konnten vier von neun Schülern im vergangenen Jahr abschließen, zwei neue Schüler konnten mit der Ausbildung beginnen. Auch die Modellfluggruppe berichtet von großartigen Ergebnissen: Hartmut Prochnow belegte Platz fünf bei der Deutschen Meisterschaft für Hubschrauber-Kunstflug, Ralph Hardt wurde ebenfalls bei der Deutschen Meisterschaft fünfter im F5D Pylonrennen (ähnlich wie ein Airrace für Modellflugzeuge) und Rainer Rodenbäck war als Punktrichter auf diversen Wettbewerben aktiv.

 

Bei den Wahlen des erweiterten Vorstandes sind keine Veränderungen zu verzeichnen. Rainer Mancofshi bleibt Vorsitzender der Motorfluggruppe, Peter Braukhaus Vorsitzender der Segelflieger und Hartmut Prochnow behält den Vorsitz für die Modellfluggruppe. Sven Listringhaus und Ulrich Schucka bleiben technische Leiter für Segel- und Motorflugzeuge, Torsten Hennemann ist weiterhin Platzwart. Auch die Ausbildungsleiter für den Segel- und Motorflug bleiben unverändert: Ludwig Fellenberg und Reinhold Levermann bleiben im Amt. Marie Kneer behält weiterhin die Leitung der Jugendgruppe. Für ihr Engagement in der Jugendarbeit sowie in der Öffentlichkeitsarbeit wurde sie von den Jugendlichen mit dem Pilla-Preis, den das Vereinsurgestein Karl Hoffmann in jedem Jahr spendet, geehrt. Gudrun Eickhoff und Renate Okulla-Kleine wurden für ihre 40-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Aeroclub geehrt, Sieger des internen Vereinspokales im Streckensegelflug war Matthias Schucka. „Vor allem möchten wir uns bei dem Team bedanken, das die Werkstatt im Herbst renoviert hat. Ihr habt stundenlange und harte Arbeit in dieses Projekt gesteckt, dafür sind wir euch sehr dankbar“, merkt Vorsitzender Joachim Kneer in diesem Jahr besonders an.

 

Im LSV Sauerland stehen auch im Jahr 2018 einige Veranstaltungen an. Vereinsinterne Termine sind beispielsweise die traditionelle Motorflugrallye oder das Sommerlager, das in diesem Jahr in Linkenheim stattfinden wird. Ganz besonders steht aber das Familien- und Drachenfest im Vordergrund, das in diesem Jahr bereits zum 25. Mal stattfinden wird. Das Fest wird am 29. Und 30. September auf dem Flugplatz in Küntrop stattfinden und wieder ein buntes Programm für alle kleinen und großen Besucherinnen und Besucher bieten.

 

Pillas Dankeschön

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Unser Pilla hatte am vergangenen Mittwoch Geburtstag. Mit 96 Jahren ist er unser ältestes Vereinsmitglied, von dessen Geschichten wir so gerne hören und hier auch immer wieder gerne lesen. Eine bunt-gemischte Gruppe von Knackeulen machte sich am Mittwoch auf, um ihn zu besuchen. Dafür bedankt er sich ganz herzlich:

Meine lieben "Knack-Eulen",

ihr könnt Euch gharnicht vorstellen, wie sehr ich mich über Euer Erscheinen zu meinem Geburtstag gefreut habe. Für all' die guten Gaben und noch besseren Worte an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank!

Euer Pilla,

der sich von den erfreulichen Anstrengungen seines "Wiegenfestes"  inzwischen wieder erholt hat!

Pilla erinnert sich: Leistungen in 52/53

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Vereinsurgestein Pilla erinnert sich an die Anfänge der Vereinsgeschichte:

Eine Arbeitsleistung, wie im Winter 1952 / 53 von den Vereinsmitgliedern erbracht wird sich wohl nie wiederholen:

1.) Auf der Schutthalde des Steinbruchs über dem Scherl-Tunnel wurde eine Baracke als neue Werkstatt errichtet
2.) In dieser Werkstatt wurde nicht nur das „hingerotzte“ Baby III wieder aufgebaut, zugleich entstanden hier die Tragflächen und die Leitwerke für eine Olympia-Meise deren Rumpf in der Jugend-Strafanstalt Gütersloh gebaut wurde. Die Meise war damals das einzige sogenannte „Leistungsflugzeug“ in unserer Region.
3.) Zugleich wurde bei den Stahlwerken Brüninghaus unser „gefundener“ Winden-LKW, der sich doch als zu schwach erwiesen hatte, in eine neue Querschleppwinde mit einem 100 PS Horch-Motor umgebaut
4.) Ein neuer geschweißter Transportwagen für Segelflugzeuge entstand ebenfalls in diesem Marathon-Arbeitseinsatz
5.) Drei Vereinsmitglieder unter Leitung von Petscho Reith „klingelten an den Türen hinter denen sie vermögende Werdohler und Neuenrader vermuteten", um Geld für den ersten Doppelsitzer unseres Vereins, eine MÜ13E zusammenzubringen.

Petscho, dem „Hansdampf in allen Gassen“ gelang dieses Kunststück.

Die ersten Flüge im Jahr 2018!

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Endlich ging es für uns Knackeulen wieder in die Luft! Dieses Bild ist aufgenommen von Sven aus unserer LS8. Ein paar Flüge waren durch den gefrorenen Boden möglich, sodass wir unsere Bodenallergie ein wenig heilen könnten. Bis wir wieder richtig loslegen können mit dem regulären Flugbetrieb müssen wir uns noch ein wenig gedulden, lange dauert es aber nicht mehr! Wir freuen uns auf unser Fliegerjahr 2018, in das uns die Jahreshauptversammlung am 09. März einstimmen wird!

Stammtisch am 1. Freitag des Monats

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wie im Jahre 2017 findet auch in 2018 immer am ersten Freitag des Monats um 19 Uhr unser Stammtisch in der Kantine statt.

Pilla erinnert sich: Petscho Sr. kruder Humor

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Vereinsurgestein Pilla Hoffmann erinnert sich an die Anfänge unserer Vereinsgeschichte:

Seinen - oft kruden – Humor entfaltete der 2 1/2 Zentner schwere Petscho bei unseren ersten Fliegerferien auf dem Klippeneck. Hier tat er den feierlichen Schwur, keinen Schritt zu Fuß zu gehen. Das galt vor allem beim morgendlichen Toilettengang. Denn waschen mußten wir uns auf halber Hanghöhe an einer Quelle, weil es wegen der Trockenheit unmöglich war, Wasser auf die 1000 Höhenmeter zu pumpen. Als unsere drei mitgefahrenen Frauen Petscho – der natürlich zur Quelle fuhr - fragten, ob er sie in seinem Wagen mitnehmen könne, sagte der sofort ja. Die Ahnungslosen stiegen am nächsten Morgen in Petschos Opel und --- der fuhr an der Quelle vorbei fuhr mit den nur mit Dessous bekleideten Mädchen nach Spaichingen herein. Die Leute staunten dort nicht schlecht, als der – auch nur mit einer Badehose bekleidete Petscho vor der Kirche anhielt und den eben sort heraustretenden „Hochwürden“ den der „unsittliche Anblick der leicht bekleideten und schimpfenden Damen erzürnte" nach dem Weg zum Klippeneck fragte.

Pilla erinnert sich: Weihnachten in Athen

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Vereinsurgestein Pilla erinnert sich an die Anfänge der Vereinsgeschichte:

 Ich war als Kuriermaschine von Athen nach Wien eingeteilt und wir hatten die Lufthansa-Werft in Wien schon mit drei Stangen Zigaretten bestochen sich einige Tage mit kleinen Reparaturen an unserer JU52 zu beschäftigen und für "Weihnachtsurlaub" zu sorgen. Genau zum Heiligen Abend gab es ein "Donnerwetter" seitens der Flugplatz-Leitung und wir mußten bei 2000m Sicht und 50m Wolkenhöhe heimwärts starten. Ich sehe heute noch die roten Warnsleuchten des Kirchturms von Groß-Enzersbach unter uns durchhuschen. Einem mitfliegenden Gast (Jagdflieger mit "Eisenschlips Ritterkreuz"), der einmal erleben wollte, wie das mit dem Blindflug ist, trat der kalte Schweiß auf die Stirn. Bei der Zwischenlandung in Belgrad stieg der aus. Der "Balkanberater", das waren erfahrene Lufthansa-Kapitäne in Sofia-Wrasdebna, warnte vor dem Weterflug. Ich hatte aber neben sieben Urlaubern auch 7 Weihnachtsbäume für unsere Leute in Athen an Bord. 5 Minuten später bereue ich es, auf diese Warnung nicht gehört zu haben. Der Schneesturm in den wir hineinflogen war die Hölle. Wie sollten wir angesichts dieses Höllentanzes unsere Maschine überhaupt über die 2800m hohen Rhodopen und den Mus Allahh / Alhas Berg hinwegsteigen? "Vergessen Sie bloß nicht die Wien die Weihnachtsbäume!!!" lautete der Befehl. Die flogen, zusammen mit den sieben Landsern an Bord wie wild im Laderaum durcheinander. Gerade, als ich in dieser Schneehölle Richtung Saffia umkehren will, wird es schlagartig still. Ich bin baff, weiß aber zugleich, was da metereologisch passiert ist. "Was ist das!" brüllt mein Funker und zeigt auf das Vario. Bei ganz ruhiger Luft zeigt das anstatt des erbärmlichen halben Meters pro Sekunde  2m/sec beständiges Stgeigen an. Mir als Segelflieger ist klar, was da passiert ist. Wir sind in im Blindflug in einen Wellenaufwind gestoßen. Der trägt uns auf 4400 mHöhe, unsere "ausgelatschten" BMW-Motoren können sich "erholen" der Schneestürm föhnt an der Südseite auf, rechts ragt aus einer mittelhohen Wolkenschicht der Olymp in den Himmel und wir können sogar in Saliooniki-Sedes, wie für Kuriermaschinen vorgeschrieben landen.

Schweißgebadet gelandet, staune ich über eine Menge JU52 die hier geparkt sind und erfahre: Das isr unsere Gruppe, die, während wir uns in Wien verlustierten den Befehl zur Verlegung nach Jena erhielt und hier wegen der Schneestürme über den Rhodopen nicht weiter kommen. Auf meine Frage, ja, und was ist mit unseren Weihnachtsbäumen? Höre ich nur, die kannste in den Dreck schmeißen. Als ich dann bei der Flugleitung nachfrage ob wir unsere Bäume nicht bei Griechen loswerden können kommt die Belehrung: Die Orthodoxen feiern erst in 14 Tagen Weihhnachten. So landen unsere 7 schönen Weihnachtsbäume im schwarzen Schlamn des Salionikier Flugplatzes in Sedes und wir "feiern" im Soldatenheim "Kommissweihnachten" 1943 die traurigste Kriegsweihnacht von allen...

Pilla erinnert sich: Wir ziehen um!

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Vereinsurgestein Pilla erinnert sich an die Anfänge der Vereinsgeschichte:

Das ist zwar leicht gesagt; in Wirklichkeit aber problematisch. Küntrop war zu Fuß oder per Fahrrad leicht zu errreichen. Deilinghofen aber, wo inzwischen fast alle Vereine, die vor und im Krieg dort geflogen hatten wieder starten, liegt mehr als 30km entfernt. Ohne Auto kaum zu erreichen. Damals besitzen aber ganze drei Mann im Verein ein Auto. Kommt hinzu, daß wir Flugzeuge, Winde und das übrige Startgerät bei Deilinghofer Bauern auf Transportwagen in deren Scheunen unterbringen müssen. Ein Flug-Tag beginnt mit mühsamer Montage, wer schon jemals einmal einen SG 38 mit seinen dutzend Spannschlössern aufgerüstet hat weiß, wovon ich spreche. Hinzu kommt, dass die Polizei den mehr oder weniger illegalen Transport des Materials mit nicht zugelassenen Fahrzeugen beobachtet, wie unsere Winden - mit ihrem Fahr-Motor nicht zugelassen auf öffentlichen Straßen - aufs Fluggelände fahren. Unseren Einwand, es handele sich da doch um „fahrbare Arbeitsmaschinen“ will sie nicht gelten lassen. Ein wenig mag es geholfen haben, dass Petscho der Schwere stets für Bier-Nachschub bei den zuständigen Polizeiwachen sorgt. Sprach da jemand von „Korruption?“
Nachdem Karl Dunkers Materialwagen die Last von 11 Fliegern über den Berg schaffte war für den nötigen Personaltransport gesorgt. Platz genug war auf dem alten Truppenübungsplatz für 4 – 5 Flieger. Der Arbeitsaufwand war aber ungewöhnlich hoch.

Impression vom Flugplatz

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Wetter am Flugplatz



Quelle: www.meteomedia.de / Klicken für großes Bild