Pilla erinnert sich: Flugtage beginnen mit einem Betrug

Vereinsurgestein Pilla Hoffmann erinnert sich an die Anfänge unserer Vereinsgeschichte

 

Es hat auch schon vor den von uns veranstalteten Flugtagen solche Ereignisse in inserem Raum gegeben. Da „notlandete“ - angeblich – in den späten 20er Jahren irgendein Abenteuerer unweit des Neuenrader Bahnhofs auf der damals noch völlig gebäudefreien Wiese. Für die heimischen „Käseblättchen“ natürlich ein Ereignis und den „Blatt'lschreiber“ ließ der „tollkühne Pilot“ wissen, dass man hier einen Flugtag veranstalten würde. Ein Datum nannte er auch schon und Karten gab es im Vorverkauf. Nach dreitägiger Reparatur an dem notgelandeten Flugzeug startete der Gauner mit dem Geld aus dem Karten-Vorverkauf und den Zeitungen blieb nur noch übrig, in ihren Zeilen auf diese Betrüger zu schimpfen. So gesehen begann die Flugtagserie mit einem Betrug.

Solider ging es dann 1930 bei einem Flugtag zu, der damals vom Sportverein Jahn Werdohl und der Flugzeug-Baufirma Raab-Katzenstein, oberhalb des Gutes Neuenhof am damaligen „Höhenweg“ veranstaltet wurde. Wer diese „schräge Wiese“ heute sieht hält es für unmöglich, dass dort Motormaschinen landen könnten. Sie konnten, ich bin selbst Zeuge, denn an der Hand meines Vaters habe ich dieses Ereignis im Herbst 1930 als Achtjähriger miterlebt. Die Werdohler waren zu Tausenden gekommen und erlebten erstmals Fallschirmabsprünge. Ich erlebte den ersten Flugzeugschlepp meines Lebens. Ein Primitiv-Gleiter wurde im Schlepp bis in die Anflug-Position geschleppt, der Pilot klinkte aus und nach einem Sturzflug von noch keiner Minute landete er vor den staunenden Zuschauern. Ja, es gab Werdohler, die so verrückt waren und mit den Doppeldeckern mitflogen. Die Namen dieser “Helden“ standen am nächsten Tag im "Süderländer". Eine gelungene Veranstaltung immerhin war's schon.

Impression vom Flugplatz

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Wetter am Flugplatz



Quelle: www.meteomedia.de / Klicken für großes Bild