Pilla erinnert sich: Werdohler Luftschiffe

Verein-Urgestein Pilla Hoffmann erinnert sich an die Anfänge unserer Vereinsgeschichte.

Werdohler und der Zeppelin. Darüber kann man in der Vereinsgeschichte einiges nachlesen. Selbst unsere Vereinsmitglieder wissen in ihrer Mehrzahl nicht, dass die ersten 5 Starr-Luftschiffe im Unternehmen von Carl Berg in Werdohl-Eveking und Lüdenscheid gebaut wurden. Freilich steht dort nicht, dass der früh verstorbene Commerzienrat Berg diese Luftschiffe mit 3 Millionen Goldmark – das wären heute mehr als 60 Mio. Euro – bevorschußt hat, bis der Staat ihm diese Entwicklungskosten erst nach dem Echterdinger Malheur ersetzt hat. Der schhneuzbärtige Graf, der tatsächlich nach Eveking ging und darum bat, sein Unternehmen, das übrigens kaufmännisch katastrophal geführt wurde, zu retten. Ohne Karl Bergs Mäzenatentum wäre damals kein Zeppelin in die Luft gekommen. Er schickte auch seinen Schwiegersohn, Alfred Colsmann als kaufmännischen Leiter der Zeppelin-AG nach Friedrichshafen, der das Unternehmen zu dem größten ubnd erfolgreichsten Luftfahrtunternehmen ausbaute. Nicht ohne Grund tragen unsere Flugzeuge die Namen dieser beiden Werdohler Luftfahrtpioniere, Alfred Colsmann gehörte zu den Gründern unseres Vereins und war auch als Mitbegründer nach dem Krieg wieder aktiv dabei...

In den 30er Jahren gehörte es zum Zeppelin-Ritual dass der, Graf Zeppelin
wenn er eune Deutschandfahrt machte über Eveking und Lüdenscheid eine
deutlich erkennbare Ehrenrunde flog. Wir „Lümmel aus der letzten Bank“
haben dieses Ritual ganz stolz verfolgt. Schließlich war in unserer
Kinderzeit die Frage „Wer hat die bessere Zukunft?“:  Luftfahrzeuge leichter
der schwerer als Luft angesichts der Flüge der Zeppeline mit Passagieren
nach Südamerika durchaus noch nicht endgültig entschieden. Lüdenscheid
und Werdohl waren dann ganz stolz, es läuteten dann sogar sie Kirchenglocken.

Impression vom Flugplatz

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Wetter am Flugplatz



Quelle: www.meteomedia.de / Klicken für großes Bild