2014 - Ausflug ins Technik-Museum Speyer - Adam Trzcinski

Ursprünglich war für diesen Samstag ein Ausflug nach Berlin geplant, denn der DAeC ludt ein zum Fly-In auf dem neuen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER). Die Piloten Willi, Knut, Mirko und Adam trafen sich schon morgens früh zur entgültigen Flugvorbereitung am Flugplatz, zur letzten Besprechung des Wetters und des Fluges. Leider mussten die Vier feststellen, dass ab 1400 LT eine Schlechtwetterfront aus dem Westen herbeizog und der Abflugslot um 1700 LT nicht zu einer sicheren Rückkehr führen würde.

Die Planung wurde nach einem Telefonat mit dem Wetterdienst verworfen und eine Alternative war schnell gefunden. Ein Flug nach Speyer (EDRY) und dort ein Besuch des Technik Museums sollte es werden, die vier Piloten waren sich schnell einig.

Willi und Knut in der D-ELWD waren zwar schneller am Rollhalt, Mirko und Adam in der D-KLVW waren jedoch schneller mit den Startvorbereitungen und so rollten sie an der WD vorbei zum Abflug.



Die Wolkenbasis von 3.800ft über dem Sauerland und Siegerland war schnell hinter den beiden Flugzeugen und die Sonne traute sich aus ihrem Versteck. Einige wenige Wolkenfelder erstreckten sich noch untern den Fliegern, ideal um "on-top" zu gehen und das Spektakel von oben zu begutachten.



Dem Radial 180 vom Cola VOR (COL) folgend ging es also über den Wolken zum Rhein bei Koblenz, der ganz nach VFR-Manier den nächsten Abschnitt markierte. Schnell in die Linkskurve und den Rhein hinauf, vorbei an Koblenz, Weinbergen und Golfplätzen. Unter den Fliegern die Schiffe auf dem Rhein, über den Piloten immernoch strahlende Sonne.
Auf Höhe von Langenlonsheim war dann auch schon die A61 sichtbar und konnte in Richtung Süden abgeflogen werden, um an der Kontrollzone Mannheim vorbei bis nach Speyer zu kommen.

Speyer liegt wunderschön am Rhein gelegen, erlaubt jedoch das Überfliegen des Stadtkern und des Speyerer Doms nicht, sodass der direkte Anflug auf Piste 16 erst dem Rhein entlang erfolgen muss und erst kurz vor dem Endanflug die verlängerte Anfluggrundline aufgefasst werden kann. Ganz markant im Endanflug zu erkennen sind die Flugzeuge des Technik-Museums, es kommen einem auch ohne Verkehrsinformationen vom Flugleiter eine DC3 und eine B747-400 entgegen.



Die Crew der D-ELWD hatte uns überholt und war schon in Speyer angekommen, eine Differenz von 30 km/h im Reiseflug macht da schon 10min Flugzeit aus auf der Strecke. Neben der D-ELWD abgestellt ging es zum Zahlen der Landegebühren und nach einem Tipp des Flugleiters konnten wir mit beiden Flugzeugen auf die andere Seite des Flugplatzes rollen, um direkt zum Museum rüberzulaufen.



Nach ein paar interessanten und lehrreichen Stunden im Museum, die beiden alten Hasen Willi und Knut hatten noch ein paar Hintergrundinformationen zu einigen Flugzeugen und Fahrzeugen parat, ging es dann zurück zu den Flugzeugen und zum Rückflug nach Werdohl-Küntrop.
Die D-ELWD flog voran, die D-KLVW hängte sich wieder dran und folgte dem Rhein abwärts. Kurz vor dem Siegerland kam auf der Frequenz von Langen Information eine Meldung der D-ELWD an die D-KLVW, die Nordhelle war dicht, man wäre noch vor dem Schauer durchgekommen, aber nun sei an Durchkommen nicht zu denken.

Bei Gummersbach bestätigte sich dann die Meldung der D-ELWD, es gab nur eine weiße Wand in Richtung Norden. Nach einem kurzen Informationsaustausch mit der freundlichen Dame bei Langen Information wurde erst eine Schleife entlang der Schauer geflogen und dann nach Lücken gesucht. Immer ein Auge auf dem Rückweg, konnte sich die Crew der D-KLVW über Kierspe, Lüdenscheid und Werdohl einen Weg nach Werdohl-Küntrop bahnen, mit Wolkenuntergrenzen von nur knapp über 2.500ft.
Nach der Landung war man sichtlich entspannter als noch einige Minuten zuvor, solche Wetterlagen sind anspruchsvoll und anstrengend. Ein lehrreicher und interessanter Ausflugstag ging so zu Ende...

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Impression vom Flugplatz

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Wetter am Flugplatz



Quelle: www.meteomedia.de / Klicken für großes Bild