2013 - Wandersegelflug Ostdeutschland - Klaas Keizer

Wir konnten uns nicht entscheiden, deshalb haben wir den Bericht ohne Bilder eingestellt und dafür alle 280 Bilder in der Bildergalerie --> Wandersegelflug 2013 hochgeladen. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

Wie bei allen Dingen im Leben steht am Anfang einer Sache die Idee. Während der zweiten Jahres-hälfte bin ich, Klaas Keizer, nach dem Lesen von mehreren Artikeln über Wandersegelflug auf die Idee gekommen, selbst einmal einen Wandersegelflug durchzuführen.  Hierzu sprach ich mehrere Vereinskameraden an. Entweder hatten diese keine Zeit, Lust oder sonstige Argumente, warum Sie nicht mitmachen wollten.
Schließlich waren doch vier Mitstreiter gefunden worden. Peter Braukhaus, Jörg Becker, Thomas Schaab und mich. Zum Jahresabschlussgrillen waren alle vier Teilnehmer zum ersten Mal zusammengekommen. Hier wurden die ersten Weichen für den Urlaub gestellt.  Beginn des Wandersegelflugs sollte der 12. bzw. der 13. Mai sein.
Zum Grünkohlessen im Februar dieses Jahres traf man sich wieder. Hier wurde unter anderem die Frage der Übernachtungsmöglichkeit geklärt.  Jörg steuerte zu dem Unternehmen ein Wohnmobil zu, welches er von seinem leihweise überlassen bekommen sollte.
Am Samstag den 11. Mai hatten wir uns aufgrund der ungünstigen Wetterlage im Sauerland und den umliegenden Regionen darauf geeinigt, dass wir in den äußersten Osten von Deutschland fahren wollen.  Vorher mussten aber noch einige kleinere Reparaturen an unserem Flugzeug durchgeführt werden.
 
Am 12. Mai war es dann soweit. Gegen Abend kam Jörg mit dem geliehenen Wohnmobil zum Flug-platz gefahren. Peter war bereits am Sonntagmorgen als Vorhut nach Görlitz aufgebrochen. Die von ihm durchgegebenen Wettermeldungen überzeugten uns, dass die Entscheidung nach Görlitz zu  fahren, richtig war. 
Am Montagmorgen wurde das Wohnmobil gepackt, der Anhänger angehängt und die Fahrt konnte losgehen. Gegen 09.45 sind wir dann gestartet.

 
Signifikant wurde das Wetter erst in der Gegend um Leipzig besser. Als wir Dresden erreichten war der Himmel blau mit 4/8 Bewölkung. Von einem Telefonat mit Peter wussten wir, dass dieser in Görlitz schon geflogen war. Gegen 18.30 erreichten wir den Flugplatz in Görlitz. Peter war gerade dabei, sein Flugzeug nach einem mehrstündigen  Flug abzurüsten. Nach einer herzlichen Begrüßung und Ausrichtung der Wohnmobile für die Nacht machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt  von Görlitz.
 
Die Stadt begeisterte uns sofort. Dadurch, dass  Peter schon einen Tag eher in der Stadt war, wusste er wo man gut essen konnte. Es wurde ein schönes Abendessen. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Polen.  Der Weg war auch weit. Man musste lediglich über eine Brücke über der Neiße gehen, schon waren wir in Polen.

Auf dem Rückweg zum Flugplatz fanden wir noch ein Bistro in der Altstadt, bei dem Gäste noch draußen saßen. Nach einem letzten Absacker machten wir uns auf den Weg zum Flugplatz.
Der nächste Morgen begann mit schönem Wetter.


Thomas war schon ob der Enge des Wohnmobils oder aus anderen Gründen sehr früh aufgestanden und hatte den Flugplatz erkundet. Gegen 8.00 frühstückten wir gemeinsam. Das Wetter versprach für diesen Tag keine großen Sprünge, aber für einen Flug nach Rothenburg/Oberlausitz sollte es ausreichen. Die Wohnmobile wurden abfahrt bereit gemacht und der Duo Discus aufgerüstet. Bis die Basis soweit angestiegen war, dass man fliegen konnte dauerte es doch noch bis ca. 12.00 Uhr. Ein Anruf in Rothenburg bestätige uns, dass man am nächsten Tag sowohl im F-Schlepp als auch mit der Winde starten konnte.  Gegen 12.30 sind wir dann von  einer Wilga in Luft gezogen worden.

In ca. 600 Meter Höhe haben wir ausgeklinkt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten wir lang-sam an Höhe gewinnen und langsam Richtung Rothenburg/OL abfliegen. Der Flugplatz war schon aus großer Entfernung gut an Hand der 2,5 km langen Start und Landebahn zu erkennen.  Am Flugplatz Rothenburg sind wir in ca. 300 m Höhe angekommen. Nach einer Anmeldung am Turm haben wir uns eine ganze Zeitlang in einem Höhenband von ca. 300m bis 600m im Flugplatzbereich bewegt.

Am späten Nachmittag wurden die Wetterbedingungen besser und damit auch die Arbeitsbedingungen, so dass am Ende des Tages noch ca. 170km für den OLC zusammenkamen. Eine Landung auf einer so langen Landebahn ist schon etwas Besonderes. Man muss auf Grund der Breite der Landebahn insbesondere darauf achten, dass man nicht zu früh mit dem Abfangen des Flugzeuges anfängt, ansonsten wird die Landung etwas unsanft. So wie geplant setzten wir aus. Auf das Ausrollen über den Rollweg verzichteten wir dann doch, da man nicht gut abschätzen konnte, ob die Abzweigung breit genug war. So rollten wir auf der Grasfläche neben der Landebahn aus. Unsere Rückholer Thomas und Peter waren schon zur Stelle. Wegen des guten Wetters haben wir den Duo Discus erst gar nicht abgerüstet, sondern aufgerüstet verzurrt. Peter und Thomas hatten die Anmeldung schon vorgenommen, so dass wir nach dem Abstellen der Wohnmobile nach Rothenburg OL fahren konnten.  Durch einen Tipp von den Einheimischen wurden wir auf ein kleines italienisches Restaurant aufmerksam gemacht. Hier verbrachten wir einen schönen Abend mit sehr guten und auch preiswerten Essen. Angedacht war mit dem Taxi zum Flugplatz zurückzufahren. Immerhin war der Flugplatz ca. 5km entfernt. Aber es ließ sich kein Taxi auftreiben. Also mussten wir vier den ganzen Weg zu Fuß zurückgehen. Nach Verlassen der Stadtgrenze wurde es so dunkel, dass wir noch fast an der breiten Einfahrt zum Flugplatz vorbeigegangen wären. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass man viel früher durch die Umzäunung des Flugplatzes hätte gehen können. Aber dies wurde uns erst am nächsten Morgen erzählt. Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es Mittwochmorgen gegen 10.15 Uhr zum Briefing. Es wurden die Neuankömmlinge begrüßt und kurz auf die Beson-derheiten am Flugplatz hingewiesen. Anschließend wurde gefragt, wer wie starten wollte. Es war keiner dabei, der einen F-Schlepp machen wollte. Alle wollten an die Winde. Es wurde gefragt, ob am kurzen oder am langen Schleppseil. Weil die Mehrheit für das lange Schleppseil war, wurde kurzerhand festgelegt, dass alle am langen Seil geschleppt werden sollten. Zum Verständnis, lang heißt 3000m Schleppseil. Wir waren gespannt, wie hoch wir mit unserem Duo Discus wohl kommen würden. Im Konvoi ging es dann über die Asphaltbahn dann zum Startpunkt 18. Da wir leider das falsche Flächenrad eingepackt hatten, mussten wir das Flugzeug von Hand schieben. Zwei Kilometer können schon ganz schön lang werden, zumal der Spornkuller nicht richtig angepasst war und somit immer nach recht weg wollte. Aber auch 2 km nehmen ein Ende. Der Duo Discus wurde gecheckt, für den ersten Start bereit gemacht. Da außer Jörg keiner eine Windenberechtigung hat, musste Jörg sich nach vorne setzten und den Start durchführen. Wir anderen waren zu Copiloten verdonnert. Rasant ging es in die Höhe. Das Flugzeug war zwischenzeitlich nicht zu sehen. Als Ausklinkhöhe gab Jörg 1050 m durch. Nach der Landung waren Jörg und Peter von diesem Start absolut begeistert. Gleichmäßig ging es mit 10,1 m/s auf dem Intigrator nach oben. Als nächstes kam Thomas an die Reihe. Es kamen wieder 1050 m Schlepphöhe heraus. Auch Thomas war von dem Schlepp  begeistert. Schließlich kam ich an die Reihe. Es war schon imposant mit welcher Geschwindigkeit man auf 1000 Meter gezogen wird. Allerdings muss ich sagen, dass mir der Schlepp nicht so gut gefallen hat. Ich bleibe lieber beim F-Schlepp. Trotzdem haben Jörg und ich noch einen schönen Flug gemacht. Er führte uns entlang einer Konvergenzlinie nach Polen und Tschechien. Da wir weder eine Karte von Tschechien noch von Polen hatten, sind wir nicht allzu weit in den Südosten geflogen. Man hätte an diesem Tag ohne Probleme bis zur Schneekoppe und zurückfliegen können. Peter war in der Zwischenzeit mit seiner LS9 im Eigenstart gestartet und flog die gleiche Strecke wie wir. Nach der Landung und Auswertung der Flüge hatten wir 330 km für den OLC erfolgen und Peter 340 km. Nach dem erfolgreichen Tag wollten wir wieder zum Italiener. Aber die Küche machte schon um 21.00 Uhr zu und wir waren erst um 21.15 Uhr da. Allerdings war die Bedienung so nett und hat uns noch einen großen Teller Antipasti gemacht, so dass wir nicht verhungern mussten.
Am Donnerstag zeichnete sich ab, dass das Wetter Richtung Heimat flieg bar sein sollte.  Es wurde daher Zwickau als Endpunkt für diesen Tag gewählt. Da wir die Kontrollzone von Dresden umfliegen musste, stellte sich die Frage ob wir diese nördlich oder südlich umfliegen sollten. Nach dem Für und Wider entschlossen wir uns die nördliche Strecke zu nehmen. Die Wohnmobile wurden für die Weiterfahrt vorbereitet und die Anhänger angehängt. Nach einem spannenden Schlepp mit einer Moran mit einer Reiselatte klinkten wir  bei 600 Meter aus und fanden auch sofort Anschluss an die Thermik. Nach einem kurzen Funktest mit unseren Rückholern machten wir uns langsam auf den Weg nach Hoyerswerda. Es lief gut. Die Steigwerte waren ordentlich und die Basis war mit ca. 1300 bis 1400 Metern ausreichend hoch genug. Je weiter wir allerdings nach Südwesten kamen, desto mehr Abschirmung zog auf. Aber die Steigwerte im Blauen waren immer noch gut und auch die Arbeitshöhe. Die Verständigung mit unseren Rückholern erfolgte nur noch per SMS. Kurze SMS sorgten dafür das unsere Rückholer immer wussten, wo wir waren. Im Gegenzug wussten wir auch immer wo sie waren. Es konnte uns also nichts passieren. 

Bei D… waren wir das erste Mal bis auf ca. 500 m abgeglitten. Der erste Außenlandeacker war auch schon ausgeguckt. Doch über der Stadt stand ein schöner Bart, der uns mit viel Mühe wieder auf eine vernünftige Arbeitshöhe von ca. 1350 Meter brachte. Weiter ging auf dem Weg Richtung Chemnitz. Allerdings waren wir bei Mittwalde schon wieder bis auf ca. 550 Meter abgeglitten. Die Wolken, die man sah, sahen zwar gut aus, brachten jedoch nicht das erwartete Steigen. Wir versuchten alles, um wieder nach oben zukommen. Aber es gelang uns nicht, den Bart zu finden, der uns wieder nach oben bringen konnte. Wir bewegen uns währen dieser Zeit immer in einem Höhenband von 400 bis 800 Metern. Als wir noch eine Höhe von ca. 300 Metern hatten, machten wir uns für eine Außenlandung bereit. Der Acker war gefunden und das Fahrwerk war auch schon ausgefahren. Bei einem letzten Schlenker über der Stadt war er dann da, der Bart des Tages. Nicht wegen seiner Stärke, sondern weil er uns wieder in die Lage versetzte, die notwendige Höhe zu erreichen, um nach Chemnitz und Zwickau zu fliegen. Das Fahrwerk wurde schnell eingefahren und der Bart brachte und mit durchschnittliche 2 m/s nach oben. Bei ca. 1400 Metern war der Bart zu Ende und wir konnten als nächstes Chemnitz anfliegen. Den markanten Schornstein am nördlichen Stadtrand hatten wir schon seit einiger Zeit in Sicht. Aus den gemachten Erfahrungen mit den Bärten flogen wir gezielt die Stadt an. In der Zwischenzeit hatten wir auch wieder Funkkontakt zu  unseren Rückholern. Während wir noch in Mittwalde noch ums „überleben“ kämpften, hatte ich nämlich die Rückholer gebeten, bei Chemnitz auf uns zu warten. Wie erwartet fanden wir über Chemnitz das Steigen, das uns nach Zwickau bringen sollte. Leider habe ich zu früh mit dem Kurbeln aufgehört, da der Endanflugrechner sagte, dass die erreichte Höhe bis nach Zwickau reichen würde. Leider hatte ich mich  zu früh gefreut. Wegen zu starken Sinkens mussten wir noch einmal im Bereich der Motorradrennstrecke Sachenring Höhe tanken. Doch diesmal sollte es eigentlich reichen. Zwar flogen wir noch mehrfach durch Gebiete mit stärkerem Sinken, doch Zwickau konnten wir schon erkennen. Mehrfach sagte der Rechner wir seien unter Gleitpfad, doch irgendwie schafften wir es bis an den Rand der Stadt. Da der Flugplatz am westlichen Ende der Stadt liegt, mussten wir die Stadt komplett überfliegen. Bei der Höhe die wir noch hatten war das schon ein ungewohntes Flugbild für mich. Jörg der solche Bilder von seinem Flugplatz gewohnt ist, sagte aber, dass wir ausreichend Höhe für die letzten Kilometer hatten. Nach Kontaktaufnahme mit Zwickau Info wurden wir auf die Piste 06 geschickt. Gegenanflug, Queranflug und Endteil passten genau. Nach 4:07 Stunden hatten wir unser Tagesziel erreicht. Glücklich stiegen wir aus und beglückwünschten uns zu dem tollen Flug. Wir wurden von einem freundlichen Herrn mit einem Lepo abgeholt und zum Tor geschleppt. In der Zwischenzeit hatte ich telefonischen  Kontakt mit Peter aufgenommen. Er sagte, er sei nur wenige Minuten von uns entfernt. Jörg und ich gingen an die Einfahrt zum Flugplatz und konnten gerade noch sehen, wie unsere Rückhole an uns vorbei-fuhren. Kurze Zeit später meldete sich Peter und sagte, sie müssen erst noch eine Stelle zu drehen finden. In der Zwischenzeit hatte uns der freundliche Platzwart ein Hallentor bei den Segelfliegern aufgemacht. Nach dem Abrüsten des Duo Discus konnten wir beide Anhänger in der Halle sicher Unterstellen. Auch hatten wir die Möglichkeit direkt am Flugplatz im Bereich der Gaststätte unser Lager aufzuschlagen. Obwohl die sanitären Anlagen sauber waren, war noch jemand gekommen und nochmals alles kurz durchgewischt und gereinigt. Wir luden den Platzwart für seine Zuvorkommenheit noch zu einem Bier ein. Der Abend klang mit einem Grillen aus.

Den Freitag begannen wir mit einem ausgedehnten Frühstück. Das Wetter war zwar noch schön, aber die Wettervorhersagen für den nächsten Tag versprachen Hammerwetter im Fichtelgebirge und Bayrischen Wald. Daher entschlossen wir uns, mit den Gespannen nach Bayreuth zu fahren. Eine Strecken, die wir in weniger als zwei Stunden zurückgelegt hatten.
In Bayreuth angekommen, konnten wir unsere Anhänger zu den anderen Anhängern stellen. Nach einem technischen Rundgang über den Campingplatz waren wir doch ein wenig entsetzt über den Zustand. Wir kannten den Campingplatz schon von einem früheren Fliegerlager an diesem Platz in einem besseren Zustand. Nach Aussage eines einheimischen Piloten sollte am Samstagmorgen um 9.00 Uhr Briefing sein. Nachdem wir eine gute Stelle für die Wohnmobile gefunden hatten, fuhren wir zu einer Besichtigung der Innenstadt nach Bayreuth. In der Innenstadt angekommen gönnten wir uns alle bei schönsten warmem Wetter vor einem Eiscafé erst einmal ein leckeres Eis, bevor jeder für sich die Stadt erkundete. Während wir so vor der Eisdiele saßen, sahen wir immer wieder Personen, die mit Trachten spazieren gingen. Es stellte sich schließlich heraus, dass am Freitag das Volksfest mit einem Aufmarsch, welcher in der Innenstadt startete, begann. Wir sahen uns diesen Zug in einem Café sitzend an. Anschließend fuhren wir wieder Richtung Flugplatz. Unterwegs kehrten wir in der Gaststätte ein, in der Peter während des Sommerlagers untergebracht war. Dort ließen wir den Abend ausklingen.
Am nächsten Morgen holte Peter mich aus der Gaststätte ab, da ich dort die Nacht verbracht hatte. Leider hatte es während der Nacht angefangen zu Regnen.  Das Briefing um 9.00 Uhr fand zwar statt, wurde aber wegen des schlechten Wetters auf 11.00 Uhr vertagt. Wir nutzten die Zeit, um uns einmal auf dem Fluplatzgelände umzusehen. Zu unserem Erstaunen hatten zwei Piloten damit begonnen ihre ASW 22 aufzurüsten und mit Wasser zu betanken. Sie meinten, das Wetter würde schon noch besser werden. Tatsächlich konnte man im Westen schon erkenne, das der Himmel heller wurde. Allerdings konnten wir nicht glauben, dass es tatsächlich doch besser werden würde. Das   11.00 Uhr Briefing  wurde nochmal um zwei Stunden nach hinten verschoben. Trotz vieler netter Leute und tollten Gesprächen die geführt wurden, überlegten wir uns, ob es sinnvoll sei noch länger zu warten oder doch weiter Richtung Westen, sprich Bamberg zu fahren. Peter hatte zuvor gelesen, dass in Bamberg ein Grunau Baby Treffen stattfinden sollte. Kurzerhand entschlossen wir uns, in das bessere Wetter nach Bamberg zufahren. Je weiter wir nach Westen fuhren, umso besser wurde das Wetter. Nach nicht einmal einer Stunde standen wir auf dem Flugplatz in Bamberg bei herrlichstem Wetter mit 3 bis 4/8 Bewölkung und sehr warmen Temperaturen und konnten uns die Oldtimer in aller Ruhe aus der Nähe ansehen. Nach einer ausführlichen Besichtigung schlossen uns den anderen an und gingen am Rande der Startbahn zum Startort der ganzen Oldtimer. Dort trafen wir noch einen alten Bekannten aus dem hohen Norden. Gegen 16.00 Uhr machten wir uns auf den Rückweg. Unterwegs wollten wir noch auf einem Rasthof anhalten und ein abschließendes gemeinsames Abendessen zu uns nehmen. Während der gesamten Rückfahrt mochten wir gar nicht in den Himmel schauen. Es sah einfach traumhaft aus. Wir ärgerten uns schon, dass wir nicht doch noch in Bayreuth auf das bessere Wetter gewartet hatten. Wir überlegten uns sogar, dass wenn wir in Bayreuth aufgerüstet hätten, wir sogar noch fliegerisch bis zur Wasserkuppe gekommen wären. Das wäre sicherlich ein traumhafter Abschluss der Wandersegelflugwoche geworden. Aber wir hatten eine Entscheidung getroffen zu der wir alle letztlich auch standen. Gegen 21.20 Uhr erreichten wir nach einer ruhigen und entspannten Fahrt über die Autobahn wieder den heimatlichen Flugplatz.

Abschließend lässt sich sagen, dass es eine sehr schöne Woche war, bei der wir viele nette, hilfsbereite Leute kennengelernt hatten. Wenn alles klappt, wollen wir im nächsten Jahr wieder einen Wandersegelflug machen und dann die Fehler vermeiden, die wir dieses Mal gemacht hatten. Schließlich war es der erste Wandersegelflug beim LSV Sauerland. Niemand konnte uns sagen, was einen erwartet.

Impression vom Flugplatz

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Wetter am Flugplatz



Quelle: www.meteomedia.de / Klicken für großes Bild